Wir leben in einer globalisierten Welt. Es gibt den Weltmarkt und das ist gut so.

Aber: Es kann nicht sein, dass die einen Hungern und die anderen sich auf ihren Exportrekorden ausruhen. Alles ist mit allem vernetzt und wer Gewinne einfährt, muss wissen, dass dafür ein anderer bezahlt. Das kann auf Dauer nur funktionieren, wenn weltweite Produktion und Handel unter fairen Bedingungen stattfinden und nicht unter dem Diktat der großen Exportnationen.

Die Wirtschaft muss ihrem primären Sinn gerecht werden, Güter für den Konsum bereitzustellen und ihren Konsum auch zu ermöglichen. Profitmaximierung und Wachstumsgläubigkeit stehen dem im Weg und sind letztlich wirtschaftsfeindlich.

Um Kinderarbeit, den Raubbau an den natürlichen Ressourcen oder andere Zumutungen zu verhindern, müssen weltweit gültige soziale und ökologische Standards eingeführt werden.

Der Bankensektor muss so reguliert werden, dass die konkreten Interessen aller Menschen den Geldfluss bestimmen und nicht die Dollarzeichen in den Augen der Bankenvorstände oder ihrer Aktionäre.

Eine Wirtschaftsordnung, die sich demokratisch an den Interessen aller Menschen orientiert ist gleichzeitig eine wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Fluchtursachen.